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08.05.2019

Helmholtz-Institut Freiberg wächst weiter

Forschungsstandort Freiberg etabliert sich weiter – 350 Arbeitsplätze bis 2029

Große Pläne gibt es für das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF). Der Forschungscampus für Ressourcentechnologie und Nachhaltigkeit soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und entwickelt werden. „Damit diese Pläne auch realisiert werden können, braucht das Institut am Standort Freiberg mehr Platz und die Möglichkeit vor Ort in Gebäude und Grundstücke zu investieren“, teilt der Institutsdirektor Prof. Jens Gutzmer mit. Deshalb hat der Stadtrat am Donnerstag, 2. Mai, mit großer Mehrheit entschieden, dass die städtischen Grundstücke an der Chemnitzer Straße 40 perspektivisch an den Freistaat Sachsen gehen sollen. Der wiederum wird das Grundstück an das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) übergeben. „Der Beschluss des Stadtrates freut mich sehr, denn so etabliert sich die Stadt Freiberg weiter als herausragender Wissenschaftsstandort“, so Oberbürgermeister Sven Krüger.

Aktuell wird der Neubau eines Metallurgie-Technikums auf dem Forschungscampus an der Chemnitzer Straße umgesetzt. Das Technikum wird von der Europäischen Union mit 9,8 Millionen Euro und vom Freistaat Sachsen mit 400.000 Euro gefördert. Das Institut ist derzeit in einer wichtigen Ausbauphase, um sich zukünftig zu einem europäischen Kompetenzzentrum weiterzuentwickeln. Der Grundsatzbeschluss des Stadtrates vom 2. Mai bereitet dafür nun den Weg: Büro- und Laborflächen können erweitert sowie eine Versuchshalle errichtet werden. Bis 2029 soll der Forschungscampus 350 Mitarbeiter beschäftigen und ein Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro umfassen. Damit kann das Freiberger Institut einen bedeutenden Beitrag zur nationalen Rohstoffversorgung leisten, mit dem Ziel die Importabhängigkeit Deutschlands zu senken. „Das ist ein großer Erfolg für Freiberg. Das Zentrum für Ressourcentechnologie in Deutschland zu beheimaten ist ein Grundstein für unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Zukunft“, freut sich Krüger.

Freiberg setzt damit ein Zeichen für die Wissenschaft und trägt dazu bei, sich als führender Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort in der Ressourcentechnologie weiter zu etablieren. Das HIF ist mit dem Ziel gegründet worden, innovative Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln und mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen. Seit seiner Gründung arbeitet es eng mit der TU Bergakademie zusammen, die maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt war.

Gegründet wurde das HIF 2011, nachdem das Bundesministerium für Bildung und Forschung dem Antrag der TU Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rosendorf zugestimmt hatte. Nach nun fast acht Jahren hat das HIF seinen initialen Aufbau erfolgreich abgeschlossen. Es verfügt derzeit über 140 Mitarbeiter und Drittmitteleinnahmen von mehr als drei Millionen Euro im Jahr. Durch seine nationalen und internationalen Forschungsprojekte hat es bereits jetzt europäischen Stellenwert und soll nun zu einem weltweiten Kompetenzzentrum der Ressourcentechnologie aufsteigen.

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