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02.05.2017

Dr. Karl Heinrich Douffet gestorben


Der Geologe, Historiker und Denkmalschützer, Dr. Karl Heinrich Douffet, ist tot. Er starb am 2. Mai im Alter von 82 Jahren in Freiberg. Die Stadt Freiberg ehrt ihn am 4. Mai um 16.15 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung auf der Rathausdiele. Der Stadtrat sprach sich in seiner letzten Sitzung im April dafür aus, Dr. Douffet die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Die Ehrung nimmt stellvertretend seine Schwester Christiane Grunewald am 4. Mai entgegen.

Dr. Karl Heinrich Douffet widmete sich Zeit seines Lebens mit großem Engagement dem Erhalt historischer Gebäude und Denkmäler in Freiberg. So setzte er sich erfolgreich dafür ein, Schloss Freudenstein und den Dom St. Marien zu bewahren.

Oberbürgermeister Sven Krüger würdigt den Verstorbenen: „Mit seiner Auffassung von Denkmalschutz prägte Dr. Karl Heinrich Douffet die städtebauliche Entwicklung unserer Stadt. Seinen Vorschlägen zur Bewahrung, zur Sanierung und Gestaltung von historischen Gebäuden und städtebaulichen Strukturen verdankt Freiberg sein bis heute einmaliges historisches Erscheinungsbild. Die Stadt Freiberg hat einen engen Freund verloren, einen Visionär, mit dem es sich zu streiten lohnte. Wir werden die Gespräche mit ihm, sein historisches Fachwissen und seinen Rat sehr vermissen.“

Der Freiberger Stadtrat hat in seiner nicht öffentlichen Sitzung am 6. April 2017 einstimmig seinen Willen bekundet, Herrn Dr. Douffet die Ehrenbürgerwürde der Stadt Freiberg zu verleihen. Der Stadtrat wird am 4. Mai den offiziellen Beschluss zur Verleihung fassen.

Im Rahmen der Stadtratssitzung lädt der Oberbürgermeister Sven Krüger am 4. Mai um 16.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung zu Ehren von Dr. Douffet auf die Rathausdiele ein. Dabei gibt es die Möglichkeit, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Bei der Gedenkveranstaltung nimmt seine Schwester Christiane Grunewald die Urkunde zur Verleihung der Ehrenbürgerrechte für Dr. Douffet entgegen.

Dr. Karl Heinrich Douffet wurde am 25.05.1934 in Teplitz-Schönau (heute: Teplice, Tschechische Republik) geboren. Im Alter von 11 Jahren floh er mit seiner Familie aus dem Sudetenland und fand in Freiberg eine neue Heimat. Nach seinem Abitur studierte er von 1952 bis 1957 an der Bergakademie Freiberg Geologie. Als Diplom-Geologe arbeitete er auf dem Gebiet der Lagerstättenerkundung beim Geologischen Dienst Freiberg, später bekannt als VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg. Im Jahre 1977 promovierte er an der Universität Greifswald zum Thema „Stratigraphie und Tektonik des südvogtländischen Ordoviziums.“

1983 wechselte er in das „Bezirkskunstzentrum Karl-Marx-Stadt“ und war dort für die technischen Museen und Schauanlagen im gesamten damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt verantwortlich. Nach der Wiedervereinigung berief ihn das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Ende 1990 nach Dresden. Dort baute Dr. Karl Heinrich Douffet das Referat „Museum und Denkmalpflege“ auf. Dieses leitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1999.

Dr. Douffet gehörte von 1994 bis 2014 dem Stadtrat der Stadt Freiberg an und war einige Jahre Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in diesem Gremium. Außerdem war er mehrere Jahre gewählter Kreisrat im Kreistag des Landkreises Freiberg.

Seinem Wirken ist es zu verdanken, dass die Freiberger Altstadt und die Bergbauanlagen im Jahre 1979 in die Bezirksdenkmalsliste bzw. in die Zentrale Denkmalliste der DDR aufgenommen wurden. Auch Baudenkmalen im Bereich des Bergbau- und Hüttenwesens galt seine Aufmerksamkeit. Seine Einflussnahme auf die städtebauliche Entwicklung Freibergs in dieser Zeit, aber auch später als Stadtrat und selbst bis zum heutigen Tage ist von überragender Bedeutung. Über 80 Publikationen hat Dr. Karl Heinrich Douffet auf den Gebieten der Denkmalpflege und der Geschichte veröffentlicht und zahlreiche öffentliche Vorträge zu diesen Themen gehalten.

Vielfach wurde Dr. Douffet für sein Wirken ausgezeichnet, unter anderem mit
der Stadtehrenplakette in Silber (1982), dem Architekturpreis des Bezirkes Karl-Marx-Stadt (1986), dem Andreas-Möller-Geschichtspreis (2004) sowie dem Bürgerpreis der Stadt Freiberg (2005). Mit der Ehrenbürgerwürde wird ihm die höchste Auszeichnung der Stadt Freiberg zugesprochen. Sie wird auf Beschluss des Stadtrates Personen zuteil, die sich im besonderen Maße um die Entwicklung der Stadt verdient gemacht haben. Seit 1989 hat Freiberg insgesamt fünf Mal das Ehrenbürgerrecht vergeben - an: Prof. Dr. Günter Blobel (2000), Dr. Werner Freiesleben (2000), Gottfried Kohl (2008), Prof. Dr. Peter Woditsch (2009) und Michael Federmann (2013).

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