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28.02.2019

Humboldts Familienschacht am Untermarkt entdeckt

Beachtenswerter Baustein ergänzt Montangeschichte der Silberstadt - Öffentliche Führungen aus Sicherheitsgründen nicht möglich

Bei Sanierungsarbeiten am Untermarkt ist am Giebel des Werner-Baus der TU Bergakademie Freiberg der traditionsreiche „Familienschacht“ wiederentdeckt worden. Aus diesem Schacht ist schon Alexander von Humboldt, der bekannteste Absolvent der Bergakademie, seinerzeit ausgefahren. Erste Vor-Ort-Begehungen und Rücksprachen mit Mitarbeitern des Oberbergamtes ergaben, dass der Familienschacht über eine hervorragend erhaltene Ausmauerung verfügt, die sich auch in tieferen Bereichen als ausgesprochen gut erhalten darstellt.

Am 16. Januar trafen sich die Mitglieder des Kuratoriums der SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG zu einer erweiterten Sondersitzung. Zunächst im Rahmen einer Befahrung des Familienschachtes und anschließend im sächsischen Oberbergamt. Hier sind verschiedene Möglichkeiten diskutiert worden, um den Familienschacht in der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu machen.

Vorerst wurden folgende Maßnahmen vereinbart:
Der Schacht liegt inmitten der Freiberger Altstadt, an sehr exponierter Lage. Sie soll genutzt werden, um auf diesen Zeugen des Bergbaus aufmerksam zu machen: Der Zugang soll daher einen schmuckvoll geprägten Gussdeckel erhalten. Auch die bedeutsame Ausmauerung des Schachtes könne in geeigneter Weise im Straßenbelag nachgebildet werden, um auf die Besonderheit hin­zuweisen. Unter Federführung der TU Bergakademie wird zusätzlich an dem Gelände der angrenzenden Mineralogie eine Stele des Touristischen Leitsystems aufgestellt, die auf den Schacht und Alexander von Humboldt hinweist.

Die TU Bergakademie und die SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG werden sich über eine 3D-Digitalisierung sowie filmische Dokumentation der Untertage-Situation verständigen. Diese soll im Internet sowie per Monitor im Fenster des Mineralogischen Institutes gegenüber dem Familienschacht sichtbar gemacht werden.

Oberberghauptmann Prof. Bernhard Cramer ist zufrieden mit der gefundenen Lösung: „Damit haben wir als Oberbergamt eine dauerhafte weitere Zugangsmöglichkeit zu den Schächten unterhalb der Altstadt, gleichzeitig weisen wir an der Stelle auf unser historisches Vermächtnis hin.“

Wünsche, den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Schacht für Freiberger und Touristen begehbar zu machen, konnten nicht umgesetzt werden. „Nicht nur, dass der Schacht für Führungen einfach zu schmal ist, sondern vor allem könnten wir nicht für die Sicherheit garantieren“, erklärt Oberbürgermeister Sven Krüger. Denn es bestehe u.a. keine Möglichkeit, einen zweiten Rettungsweg einzurichten. Auch Ideen, ihn von oben her sichtbar zu gestalten, mussten verworfen werden. Ein Gitter hätte wenig Sicht gebracht, da die zweite Ebene ohnehin vom Oberbergamt verschlossen wird. Eine Glasplatte wäre rasch zerkratzt und würde zudem beschlagen. Deshalb wird ein besonders gestalteter Schachtdeckel ins Pflaster eingelassen und eine danebenstehende Stele wird über den Familienschacht informieren.

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